Berufsbezeichnungen

 EHEBERATUNG, PAARTHERAPIE UND MEDIATION
NOTFALLPRAXIS - TERMINE FREI! 


ERSTE HILFE BEI EHEKRISE - PAARTHERAPIE - EHEBERATUNG 

 Paarberatung Ehetherapie Paarcoaching Paartraining Ehecoaching

STRESS & BURNOUT
Kognitiv verhaltenstherapeutische Prävention & Therapie

MEDIATION
Konfliktmoderation Wirtschaftsmediation & Familiencoaching

EXKLUSIV + INTENSIV + KONSTRUKTIV = EFFEKTIV

Diplom-Psychologe Hans-Joachim Steiner Mediator (univ.)

Privatpraxis für Beratung - Mediation -  Konfliktmanagement - Coaching - Counselling


BERUFSBEZEICHUNGEN IN DER PSYCHOSOZIALEN BERATUNG

Der Fachverband der Psychologen BDP konstatierte in seinem Heft 1/2019:

"Psychologie ist populärer denn  je. Nicht nur die Rezeption psychologischer Erkenntnisse, sondern auch der Wunsch, mit Psychologie Einnahmen zu erzielen. Jedoch sind nicht alle, die psychologisch arbeiten, dafür angemessen qualifiziert, und nicht alles, was Laien mit Psychologie assoziieren, ist wissenschaftlich haltbar..."

Weiter führt der Vorstand aus, daß: "...das psychologische Berufsbild verwässert und die Qualität psychologischer Dienstleistungen durch Scharlatanerie bedroht wird." 

DER BERATER-DSCHUNGEL


Was macht den Unterschied aus und  welche Beratung ist für Sie auch sinnvoll? Das erkennt man auch an der Berufsbezeichung

PSYCHOLOGISCHE*R BERATER*IN, PAARCOACH, PAARTHERAPEUT*IN

sind keine geschützte Berufsbezeichnung.

Jede/r darf sich Psychologischer Berater, Paartherapeut, oder sonstwie fantasievoll geschmückt bezeichnen,  egal, ob überhaupt oder welche Ausbildung und Qualifikation vorliegt.

Dadurch erwecken Quereinsteiger ohne vertiefte Ausbildung durch ihre "Berufsangabe", gerne gepaart mit allen möglichen gerade modernen psychologisch belegten Begriffen (systemisch, achtsam, wertschätzend...)  den (irreführenden) Eindruck einer besonderen fachlichen Schulung! Gleiches gilt für andere fantasievolle Bezeichnungen, die fast immer mit ebenso wertlosen anderen "Berufsbezeichnungen".

Beliebt sind "Zertifikate" als Kompetenznachweis - nur: ein "Zertifikat" sagt überhaupt nichts über eine "Qualifikation" aus, sondern es kommt darauf an, wer das "Zertifikat" ausgegeben hat, welche fachlich anerkannten Inhalte  dahinterstehen und welche Kompetenz und Lehrberechtigung. Häufig ist das alles bei genauerer Betrachtung (Dauer, Inhalte) mehr als fragwürdig. Ergänzt mit einer für Außenstehende beeindruckenden, aber Fachleuten als Luftnummer erkennbaren  "Liste der Fortbildungen" bei wohlklingenden, aber unbekannten oder bekannterweise kritisierten "Instituten" und mit fragwürdigen Ausbildungsinhalten wird aus so mancher früheren Kosmetik- oder Nagelstudiobetreiberin oder Dank Psychotips aus der Frauenzeitschrift psychologisch beseelter Hausfrau mit Helfersyndrom flugs eine Fast-Ärztin...

Wenn es so einfach wäre, könnte man sich ja das Psychologie-Studium gleich sparen!

Gesundheitsschädlich physisch wie psychisch ist es, wenn dazu auch noch esoterischer Humbug und Schamanismus-Firlefanz naiven Leidenden als "heilsam" teuer verkauft werden!
Gefährlich wird das wenn zweifelhafte "Heilmethoden" oder weltanschauliche Inhalte verbreitet werden, von relativ "harmlosen" (spinnerten) Gurus bis hin zu gefährlichen Sekten.

HEILPRAKTIKER*IN FÜR PSYCHOTHERAPIE

Diplom-Psychologen sind automatisch Heilpraktiker für Psychotherapie.

Es gibt aber auch die Möglichkeit zum "Quereinstieg":

"Kleiner" Heilpraktiker (für Psychotherapie, wortwörtlich heisst es: Heilpraktiker/in,  eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie)  kann aber jeder auch autodidakt oder nach ein paar Abendkursen und einer "Prüfung" beim Gesundheitsamt werden. Es ist keine besondere Qualifikation, nichtmal Abitur, vorausgesetzt! Schon ein Hauptschulabschluss genügt. 

Nicht wenige Heilpraktiker*innen bezeichnen sich dann als "Therapeut*innen" (verboten)  und bieten "Therapie"  (erlaubt.) Dies spielt grenzwertig mit den Begriffen Therapie/Therapeut*in.

Einige betiteln sich sogar vorsätzlich mit ausdrücklich unzulässigen Berufsbezeichnungen (Psychotherapeut, siehe weiter unten). 
Außenstehenden sind solche Feinheiten nicht unterscheidbar.

Betont wird auch gerne, man sei "amtlich zugelassen"! 

Diese "amtliche Zulassung" ist lediglich eine nicht weiter überprüfte Erlaubnis zur Ausübung der Heilpraktiker*innentätigkeit weil die simple Prüfung bestanden wurde.

Wer einen Führerschein hat, "darf" auch Auto fahren (ist dazu "amtlich zugelassen")  - aber kann der oder die das? Manche lernen es ihr Leben lang nicht... 

MEDIATOR*IN

Mediation ist eine Kommunikations- und Verhandlungsmethode bzw. -technik, mit denen man in Konfliktsituationen streitschlichtend eigene Lösungen erarbeitet.

Mediator*innen haben üblicherweise eine mehrmonatige Ausbildung absolviert , die gem. Mediationsgesetz bestimmte Anforderungen erfüllen muss.(mindestens 120 bzw. 200 Stunden Ausbildung).
Mediation ist aber (noch) keine formelle Berufsbezeichnung und also nicht als Berufsbezeichnung geschützt. Auch hier darf sich jede*r so nennen. Durch eine Zusatzangabe in Klammern /z.B. Mediator (univ)  oder Mediator (BDWM)  o.ä. wird angezeigt, ob und welche Ausbildung ein*e Mediator*in hat. 

Rechtsanwält*innen können sich als Mediator*in qualifizieren und benötigen dafür eine nur geringe Zusatzausbildung (90 Stunden).
Problem bei Anwälten: wenngleich diese als (juristische) Mediator*innen auch "allparteilich" agieren müssen, haben diese dennoch eine "juristische Denkweise" und sind tendenziell eher "mandantenorientiert", als neutral. Das kann die Mediation erschweren bzw. auch problematisieren, aber kann auch bei Fragen juristischer Rahmenbedingungen den Fortschritt erleichtern, wenngleich ein Anwalts-Mediator keine Rechtsberatung geben darf. Aber beispielsweise kann ein Lösungsvorschlag, der klar gegen Rechtsnormen verstösst, dann gleich als nicht durchführbar ausgeschlossen werden. Da dies schwer abzugrenzen ist, verzichten viele Anwälte auf juristische Mediationen. 

Von der früher grundsätzlich "allparteilichen" Position haben sich Praktiker der Mediation längst verabschiedet und arbeiten auch unter Einbezug von Coachingelementen!

Dennoch sei festgestellt, da es oft falsch verstanden wird:
eine Mediation ist keine billige Alternative zu einer z.B. rechtsanwaltlichen Beratung, sondern führt meistens schneller zu gemeinsamen Ergebnissen statt zu eskalieren und ist nachhaltiger und somit auch langfristig gesehen kostengünstiger, als eine gerichtliche Auseinandersetzung, die sich jahrelang hinziehen kann! Daher lohnt eine Mediation sich immer.


COACH

Zum Coaching fühlen sich Viele berufen, aber nur Wenige sind auserwählt!
Auch der Begriff "Coach" ist nicht geschützt, jedoch haben seriöse Coaches eine  Ausbildung absolviert. Coaching auch vor dem Hintergrund der bisherigen beruflichen und persönlichen Erfahrung zu sehen und zu bewerten. Die vielerlei Beratungsoptionen haben jeweils einen inhaltlichen Schwerpunkt, und man muss sich ansehen, welche berufliche Fachkenntnis und natürlich auch Lebenserfahrung ein Coach mitbringt, und was auf die persönliche Situation am Ehesten geeignet erscheint - ein erfolgreicher Koch kann ein toller Coach für einen Gastronomen sein, ob der aber auch betriebswirtschaftliches Know How hat, ist entscheidend. Umgekehrt kann ein auf innerbetriebliche Abläufe spezialisierter Coach diese vermutlich gut moderieren, ob der aber als extrovertierter Marketingberater für ein Lifestyleprodukt auch geeignet ist, muss man bezweifeln.  


SOZIALPÄDAGOG*IN

Eine Insiderin dieses Berufsstandes mit jahrelanger Erfahrung beschreibt dies so:(gekürzt, sinngemäß zitiert)

Sozialpädagogik ist ein Mischstudium mit Einblicken in verschiedene Professionen wie Pädagogik und Psychologie.
Leider meinen die meisten Absolventen anschließend, sie seien jetzt mit einem Reinstudium der Psychologie gleich gestellt. 

Das Ganze dann noch gepaart mit behördlichen Macht-Strukturen, die nach Schema F arbeiten und das Dilemma ist perfekt.
Dadurch wird (häufig) ein theoretisch geformtes, unrealistisches Idealbild eines Menschen bzw. Elternteils erstellt. [...] Sozialpädagog*innen*en werden geschult, mit Theorien umzugehen und glauben dann, de facto mit Menschen umgehen zu können. 
(Zitat Ende)

Vielen fehlt der Praxisbezug, sie kennen und haben nur theoretisches Bücherwissen, und erwarten dort als optimal beschriebene Verhaltensweisen und idealisierte Abläufe, die aber im "wahren Leben" meist ganz anders stattfinden. Im Buch und der Theorie liest sich alles immer ganz einfach:  zwischenmenschliche Abläufe werden als Zielvorstellung und Anspruch erhoben. Gepaart mit persönlichen Glaubenssätzen und Überzeugungen entstehen so nicht selten überhöhte Erwartungen und Ansprüche, die in Realität kaum erfüllt werden können.

Sehr häufig ist - gerade bei (kostenlosen) öffentlichen und kirchlichen Beratungsstellen - eine nicht neutrale, sondern sogar "feministische" Anti-Männerhaltung festzustellen, was zur Befriedung familiärer Krisen und von Paarkonflikten eher nicht positiv beiträgt, sondern oft noch die ohnehin extrem gespannten Situationen verhärtet und auch nicht selten unnötig eskaliert! 

DIPLOM-PSYCHOLOG*IN/PSYCHOLOG*IN MSC/MASTER

Der Diplom-Psychologe bzw. die Diplom-Psychologin (oder Msc) hat ein mindestens 8-10-semestriges akademisches Universitätsstudium mit diverser Praktika und damit ein fundiertes Grundwissen über psychologische Wirkmechanismen. Als Diplom-Psychologe ist man automatisch auch als Heilpraktiker für Psychotherapie zugelassen, verfügt aber über eine umfassende und fundierte wissenschaftliche Ausbildung!
Aber auch hier ist es wichtig zu wissen, ob der/die Psycholog*in "das wahre Leben" schon einmal kennengelernt hat, oder ob nur theoretisches Fachbuchwissen und persönliche Meinungen vorliegen.
Psychologische Expertise ist wie Skifahren: dieses lernt man - ebenso wie das Leben - nicht durch Bücherlesen, sondern durch Erleben und Erfahrung.

Ob ein Psychologe für Sie der richtige Ansprechpartner ist, kommt zudem auf das Fachgebiet der ausgeübten Therapierichtung  an.   

Ein Psychoanalytiker und Tiefenpsychologe wird eher in der Vergangenheit und in psychischen Dysfunktionalitäten nach Ursachen graben. Dabei wird viel "interpretiert" und das macht es schnell beliebig. Vielfach werden daher beide Themenbereiche heute in der Wissenschaft mangels empirischer Verifizierbarkeit und wegen der beliebigen Interpretationsmöglichkeiten nicht mehr ernst genommen und auch als "Glaskugellesen" bezeichnet. (was die Anhänger dieser Denkrichtungen naturgemäss anders sehen und vehement bestreiten)

Die beiden Therapieformen werden von Krankenkassen bezahlt bzw. erstattet.  Normalerweise sind klinisch ausgebildete Psychoanalytiker und Tiefenpsychologen approbiert und arbeiten in Kliniken oder  kassenzugelassenen Praxen , die i.d.R. überlaufen sind, und lange Wartezeiten haben.  

Die 3.anerkannte Therapieform ist die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

KVT, die kognitive Verhaltenstherapie ist die weltweit am Besten empirisch belegte und als wirksam beschriebene psychologische Therapieform. 

Verhaltenstherapie bzw. Verhaltenstraining verlangt vom Klienten ein hohes Maß an Mitwirkungsbereitschaft, bietet aber aufgrund klarer Zielsetzungen auch konkrete Ergebniserlebnisse und objektiv feststellbare Fortschritte!

Mit verhaltenstherapeutischen Methoden kann man nicht nur akute Probleme lösen, sondern auch perspektivisch sein Leben neu gestalten lernen.  KVT ist also Hilfe zur Selbsthilfe, reduziert das Auftreten auslösender Verhaltensweisen bereits vor einer unaufhaltbaren Eigendynamisierung (z.B. Streitspirale) und bietet die Chance, auch später erneut auftretenden Problemen gezielt selbst zu begegnen und eigene Entwicklungen zu erkennen und zu gestalten!

Statt also in Abhängigkeit von einer "Dauerberatung" zu kommen, können Sie gezielt lernen, Krisenentwicklungen schon im Entstehen zu erkennen, und ebenfalls, was Sie (beide) daran ändern können, um erneute Krisenexplosionen  zu vermeiden!


PSYCHOLOGISCHE*R PSYCHOTHERAPEUT*IN

Um Psychologische*r Psychotherapeut*in  werden zu können, was Voraussetzung zur Kassenzulassung  ist, muss man nach dem Grundstudium zum Diplom-Psychologen ZUSÄTZLICH  eine mindestens 3-jährige klinische Zusatzausbildung, vergleichbar der eines Facharztes, machen. Zum psychologischen Grundwissen kommen also Vertiefungen und medizinische Kenntnisse hinzu.

Psychologische Psychotherapeut*innen sind i.d.R. durch die extrem hohe Nachfrage nach klinisch arbeitenden Therapeuten über die Kassen (weil es dann eben die Krankenkasse zahlt) überlastet und haben daher sehr lange Wartezeiten bzw. auch lange Pausen zwischen den Sitzungen. 

PSYCHIATER

Ein Psychiater ist ein Arzt, also ein Mediziner, z.B. Neurologe, der zusätzlich  psychologisch wissenschaftlich ausgebildet ist. Psychiater arbeiten medizinisch, haben meist eine Kassenzulassung und fokussieren  auf neurologische und/oder klinische Diagnosen.

Im Unterschied zu Psychologen ist die "Denkweise" bei Psychiatern eher symptomorientiert. Daher neigen/tendieren diese eher zur pharmakologischen Medikation, während Psychologen ursachenorientiert arbeiten. Es ist ja (leider) halt schneller eine Symptomveränderung bemerkbar, wenn man eine Pille einwirft. Bequemer ist es für alle Beteiligten auch! 

Es ist allerdings längst Stand der Wissenschaft, dass Psychotherapie  gleichgute oder bessere Langzeitergebnisse bringt, als Medikamente, bei denen die Symptome sofort wieder da sind, wenn man diese absetzt. 

Scheinbarer Nachteil: Psychotherapie dauert länger.
Sie ist letztendlich aber für die Krankenkassen billiger! Leider wirkt aber der Druck  durch die Pharmaindustrie und   daher werden - auch wegen des Therapeutenmangels - zu viele psychologisch gut therapierbare Störungen (z.B.  leichte Depressionen z.B. bei Burn Out, "ADHS" usw.) viel zu schnell medikamentiert mit nicht selten schlimmen Nebenwirkungen und Langzeitfolgen bei Patienten.   

Das erscheint  den Beteiligten als die bequemste und scheinbar am schnellsten "wirksame" Therapie, ist aber sehr häufig eine durch Bequemlichkeitsdenken hervorgerufene suboptimale Vorgehensweise. Ein "zappeliges Kind" wird leider schneller durch Ritalin "handhabbar", als durch (zugegeben unendliche) Geduld, enorme Zuwendung und vernünftige (aber anstrengende!)  Kanalisierung der ganz normalen kindlichen Energie. Und eine Verstimmung, oft als Depression überinterpretiert, wird durch eine Pille schnell und "einfach" weggezappt.

Lesen Sie dazu dieses sehr interessante Interview mit dem bekannten Psychiater Dr.Dogs in der FAZ:   Rennt nicht gleich zum Therapeuten


Wer darf sich "Psychologe" nennen (und wer nicht!)  hier kann man es nachlesen


Prüfen Sie die tatsächliche  fachliche Kompetenz und persönliche Disposition eines  Beraters bzw. der Beraterin und ob diese/r für Sie die richtige und passende Beratungsleistung anbietet!

Denn das teuerste Honorar ist das Vergebliche...  


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